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Hit! - Sommer 1995

 

Leo - allein zu Haus !

 

 

Im Hit!-Interview erzählt der Nachwuchsstar, wie es ihm jetzt ergeht, seitdem er nicht mehr zu Hause bei Vater und Mutter wohnt!

Ein Jahr ist es jetzt her, daß Leonardo DiCaprio erstmals für den Oscar nominiert wurde. Als einer der besten Darsteller in einer Nebenrolle in dem Film "Gilbert Grape - Irgendwo in Iowa", wo er an der Seite von Johnny Depp und Juliette Lewis brillierte. Obwohl Leonardo die heißbegehrte Trophäe nicht bekam, hat sich seitdem sein Leben gewaltig verändert. Und das nicht nur beruflich.

Größte Umstellung: Leonardo eiste sich von zu Hause los und zog in ein eigenes Appartement. "Ich war der Meinung, daß ich mich jetzt mal auf eigene Füße stellen sollte", erklärt Leo, wie er von seinen Fans und Freunden liebevoll genannt wird, im Hit!-Interview. Auch wenn er inzwischen alleine wohnt, besucht Leonardo seine Eltern, sooft es seine knapp bemessene Zeit zuläßt. Denn Mutter und Vater liebt der inzwischen 20jährige über alles. Und wenn er ein oder zwei Stunden frei hat, dann kommt er einfach mal auf einen kleinen Plausch bei ihnen vorbei. Schließlich wohnt er nur wenige Kilometer von seinem Elternhaus entfernt in einem Nobelviertel von Los Angeles.

Der Blondschopf mit den strahlenden Augen, der immer noch so aussieht, als würde er die High School besuchen, erinnert sich gerne an seine Kindheit zurück: "Meine Eltern waen wirklich perfekt. Klar, manchmal habe ich mich auch mit ihnen gestritten, aber das ist doch normal. Ich finde, jetzt liegt es an mir, ihnen das zurückzugeben, was sie ihr ganzes Leben hindurch für mich getan haben."

Eine eigene Wohnung zu haben, bedeutet natürlich auch, daß man tun und lassen kann was man will, oder? "Naja, ganz so ist es nicht," lacht Leo. "Ich bin ja auch nicht total ausgeflippt und hänge die ganze Nacht in irgendwelchen Bars rum. Das kann ich mir auch gar nicht leisten, denn in meinem Beruf darf man nicht so undiszipliniert sein und sich bis in die frühen Morgenstunden herumtreiben", weiß der junge Schauspieler, dessen großes Vorbild der Superstar Robert De Niro ist. "Ich kann es mir vielleicht einmal leisten, in einer Bar zu versumpfen und dann am nächsten Tag total fertig am Set aufzutauchen, aber wenn so etwas öfter vorkommt, dann kann ich mir einen anderen Job suchen. Und so ist das bei jedem anderen doch auch, oder?"

Der hübsche Blondschopf wurde am 11. November 1974 in Los Angeles geboren. Hat er denn keine Angst in dieser Metropole, die nicht nur für ihre Film- und Musikszene bekannt ist, sondern auch für eine ausgeprägte Drogenszene, in schlechte Gesellschaft zu geraten und unter die Räder zu kommen? Und wie steht eigentlich in sportlicher Boy wie Leonardo zum Thema Drogen? "Ich denke, daß viele Menschen einfach Drogen nehmen, weil sie die Probleme verdecken wollen, die das Leben so mit sich bringt. Für mich ist es eine wahnsinnige Herausforderung, das Leben und auch mich selbst zu entdecken - ohne Drogen!"

Leider verfallen viele junge Stars den trügerischen Giften, und Leo kann sich vorstellen, warum das so ist. "Das, was mit River Phoenix passiert ist, war für mich furchtbar. Aber River stand total unter dem Druck, etwas sein zu müssen, was er gar nicht war. Ich bin mir sicher, daß das der Grund war, warum er zu Drogen gegriffen hat. Und er ist mit Sicherheit nicht der einzige, der so aus der Realität flüchten wollte. Vor allem in unserem Beruf werden viele junge Menschen nicht mit dem Erfolg, dem Geld und vor allem dem Druck, der auf ihnen lastet, fertig. Und das ist dann oft der Anfang vom Ende!"

Vor der Kamera hat Leonardo schon des öfteren Jugendliche dargestellt, die auf die schiefe Bahn geraten. So zum Beispiel in dem Film "The Basketball Diaries", wo er einen Jungen spielt, der durch seine Freunde immer tiefer in dei Drogenszene hineinrutscht. Auch in der Realität sind es oft sogenannte Freunde, durch die man zu Drogen verführt wird. Hat der 20jährige Amerikaner eigentlich auch schon mal solche Erfahrungen gemacht? "So etwas ist mir noch nie passiert. Meine Freunde sind schließlich richtige Freunde."

In Kürze kommt neben "The Basketball Diaries" auch "Schneller als der Tod" mit Leo an der Seite der kühlen Mega-Blondine Sharon Stone in die Kinos. Hat er eigentlich Angst davor, daß diese erfolgreiche Zeit irgendwann mal vorbei sein könnte? "Nein, denn inzwischen habe ich schon so viele Rollen gespielt, daß ich sicherlich immer irgendwo etwas Gutes finde. Außerdem halte ich mir immer und überall ein Hintertürchen offen. Ich möchte sowieso nicht von Hollywood geprägt werden und irgendwelche Regeln befolgen müssen."

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